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Bei Kolumbien denkst du an Kaffee. Verständlich. Wir sind heute aber wegen des Tees hier.
Denn zwischen Anden, tropischem Klima und großen Höhenunterschieden wächst in Kolumbien nicht nur hervorragender Kaffee.
Auch Tee hat hier Bedingungen gefunden, unter denen spannende Qualitäten entstehen können.
Und weil kolumbianischer Tee bei uns noch alles andere als alltäglich ist, beginnt die Geschichte meistens mit demselben Satz:
„Tee aus Kolumbien? Echt?“
Ja. Genau der.
Kolumbiens Landschaft ist von den Anden geprägt.
Höhenlage, Niederschlag, Temperatur und Boden verändern die Bedingungen, unter denen eine Teepflanze wächst – und damit auch das, was später in deiner Tasse landet.
Das Prinzip kennst du bereits aus klassischen Teeregionen in Asien.
Nur steht auf dem Etikett diesmal eben nicht Darjeeling, Assam oder Taiwan.
Die Teepflanze besitzt schließlich keinen Reisepass.
China, Japan, Indien oder Sri Lanka haben eine jahrhundertealte beziehungsweise sehr lange Teetradition und prägen bis heute unsere Vorstellung davon, wo guter Tee herkommt.
Kolumbien gehört dagegen zu den Herkunftsländern, die man im Teeregal erst einmal entdecken muss.
Und das finden wir spannend.
Denn guter Tee muss nicht automatisch aus einer Region stammen, deren Namen du schon seit zwanzig Jahren auf Teedosen liest.
Manchmal kommt die Überraschung aus der Kaffee-Ecke.
Auch bei kolumbianischem Tee entscheidet nicht nur das Land.
Teepflanze, Pflückung, Verarbeitung und Oxidation bestimmen mit, ob der fertige Tee leichter oder kräftiger, weicher oder intensiver wird.
Deshalb würden wir dir auch hier nicht einfach „einen typischen Kolumbien-Geschmack“ versprechen.
Viel interessanter ist der einzelne Tee.
Das Land macht neugierig. Entscheiden darf die Tasse.
Natürlich musst du kein Teeprofi sein, um Tee aus Kolumbien zu trinken.
Aber gerade wenn China, Japan, Darjeeling und Assam längst alte Bekannte für dich sind, macht eine ungewöhnlichere Herkunft besonders viel Spaß.
Nicht weil exotischer automatisch besser bedeutet.
Sondern weil Vergleichen eine der schönsten Arten ist, Tee kennenzulernen.
Bekannte Pflanze. Neuer Ort. Neue Erfahrung.
Bei der Zubereitung ist „Kolumbien“ keine Temperaturangabe.
Entscheidend ist, welchen Tee du ausgewählt hast und wie er verarbeitet wurde.
Deshalb findest du Dosierung, Wassertemperatur und Ziehzeit wie immer direkt beim jeweiligen Produkt.
So behandeln wir den Tee nach seinem Charakter – und nicht nach seiner Landesflagge.
Kolumbien wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile stärker mit Kaffee verbunden bleiben.
Das darf auch so sein.
Umso schöner ist es, wenn du bei uns eine andere Seite des Landes entdeckst.
Vielleicht wird kolumbianischer Tee nie der größte Bereich in unseren Regalen.
Das muss er auch nicht.
Manchmal reicht eine richtig gute Sorte, damit man sich eine Herkunft merkt.