Beim Earl Grey Blue Clue bleibt es nicht bei Schwarztee und Bergamotte. Leuchtend blaue Blüten mischen sich unter das dunkle Blatt und machen schon die offene Teedose ziemlich sehenswert.
Geschmacklich bleibt er aber dort, wo ein guter Earl Grey hingehört: zitrisch, frisch, leicht herb und eindeutig nach Bergamotte.
Also kein völlig neuer Tee. Eher ein Klassiker mit besserem Outfit.
Die auffälligen blauen Blüten sind Kornblumenblüten.
Geschmacklich spielen sie eher eine Nebenrolle. Ihre große Aufgabe ist die Optik: Zwischen den dunklen Schwarzteeblättern setzen sie diese kräftigen blauen Farbtupfer, die dem Blue Clue seinen unverwechselbaren Look geben.
Das Auge trinkt hier definitiv mit.
Und falls du dich schon immer gefragt hast, warum so viele Earl-Grey-Mischungen blaue Blüten enthalten: Jetzt weißt du es. Sie passen optisch ziemlich perfekt zur frischen, eleganten Art dieses Klassikers.
Der typische Earl-Grey-Geschmack kommt von der Bergamotte, einer Zitrusfrucht, die vor allem in Süditalien angebaut wird.
Optisch erinnert sie ein wenig an eine Mischung aus Zitrone und Orange. Ihr ätherisches Öl duftet intensiv zitrisch, frisch, leicht herb und unverwechselbar.
Du hast noch nie bewusst eine Bergamotte gesehen?
Sehr wahrscheinlich.
Geschmeckt hast du sie vermutlich trotzdem schon hundertmal.
Um die Entstehung des Earl Grey ranken sich mehrere Geschichten. Eine der schönsten spielt auf einem Handelsschiff:
Der Legende nach soll während einer Überfahrt Bergamotteöl ausgelaufen und auf eine Ladung Schwarztee gelangt sein. Wegwerfen wollte man den wertvollen Tee natürlich nicht – also wurde er trotzdem aufgegossen.
Und siehe da: Schwarztee und Bergamotte verstanden sich erstaunlich gut.
Ob Earl Grey tatsächlich durch ein kleines Malheur im Frachtraum entstanden ist, lässt sich heute nicht mehr belegen. Die Geschichte hält sich trotzdem hartnäckig.
Und ganz ehrlich: Wir würden sie auch nur ungern gegen eine langweiligere eintauschen. 💙
Zitrisch. Frisch. Aromatisch. Fein herb. Klassisch.
Der Schwarztee bringt Körper, die Bergamotte ihre typische elegante Frische.
Damit ist Blue Clue ein guter Earl Grey für alle, die genau diesen klassischen Geschmack suchen – aber in der Dose gerne noch ein bisschen mehr sehen möchten.
Den gab es wirklich.
Charles Grey, 2. Earl Grey, war im 19. Jahrhundert britischer Premierminister. Wie genau sein Name auf dem berühmten Bergamotte-Tee gelandet ist, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
Fest steht: Sein Name steht fast 200 Jahre später noch immer auf Teedosen rund um die Welt.
Für einen Premierminister keine schlechte Nachwirkung.
Beim Earl Grey gibt es zwei Lager.
Wir würden den Blue Clue zuerst pur trinken, damit die Bergamotte schön klar bleibt. Eine Scheibe Zitrone verstärkt seine frische Seite.
Milch geht ebenfalls, wenn du Earl Grey grundsätzlich so liebst – dann wird er weicher und cremiger.
Die Briten werden sich schon irgendwie einigen.
Unbedingt auf Eis.
Earl Grey funktioniert durch seine Bergamotte ohnehin hervorragend kalt. Mit Zitrone, Eiswürfeln und ein paar frischen Kräutern wird daraus ein erwachsener Eistee, der nicht nach Limonade schmeckt.
🥄 Dosierung: 4 Teelöffel pro Liter
🌡️ Wassertemperatur: 100 °C
⏱️ Ziehzeit: 3 Minuten
Earl Grey Blue Clue – ein Klassiker. Nur mit ziemlich guten blauen Argumenten. 💙
spritzig, aromatisch, zitrus
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| 100°C | 1-2 Teelöffel/250ml | 3 Min |