Würzig kann nach Kardamom duften. Nach Ingwer schmecken. Nach Rosmarin. Oder aus einem Teeblatt kommen, in dem überhaupt kein Gewürz steckt.
Denn würzig ist keine Zutatenliste.
Es ist eine Geschmacksrichtung – und die hat bei Tee ziemlich viel Spielraum.
Von warm und weich bis ordentlich Charakter.
Ingwer bringt Schärfe. Pfeffer kann pikant werden.
Zimt dagegen schmeckt warm und aromatisch, Kardamom unverwechselbar intensiv und Kräuter bringen noch einmal eine ganz andere Art von Würze mit.
Deshalb muss ein würziger Tee weder auf der Zunge brennen noch nach Weihnachten schmecken.
Würze kann laut sein. Sie kann aber auch ziemlich elegant.
Das ist der spannende Teil.
Auch ein purer Schwarztee kann von Natur aus würzige, malzige oder kräftig-aromatische Noten entwickeln.
Dafür braucht es weder Zimtstange noch Ingwerstück.
Herkunft, Teepflanze, Ernte und Verarbeitung bestimmen mit, welche Aromen später in deiner Tasse landen.
Tee kann mehr Geschmack, als seine Zutatenliste vermuten lässt.
Natürlich findest du unter den würzigen Tees auch Chai und Gewürzmischungen.
Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelke oder Pfeffer sind schließlich ziemlich gute Kandidaten für diese Collection.
Aber daneben stehen Kräutertees, Rooibos, Grüntee und Schwarztee.
Mal mit Gewürzen. Mal ohne.
Würzig entscheidet der Geschmack – nicht die Teesorte.
Bei einem kräftigen Chai oder würzigen Schwarztee kann Milch richtig gut passen.
Bei Ingwer, Kräutern oder einem feineren puren Tee würden wir erst einmal ohne starten.
Auch hier gilt:
Erst probieren. Dann Milch holen.
Und wenn dein Tee mit Milch besser schmeckt, hat die Diskussion sowieso ein Ende.
Fruchtig ist dir gerade zu fruchtig. Floral zu floral. Und auf ganz leise hast du auch keine Lust?
Dann schau hier weiter.
Warm. Kräftig. Aromatisch. Kräutrig. Pikant. Oder irgendwo dazwischen.
Du musst nicht wissen, ob du Kardamom, Ingwer oder einen charaktervollen Assam suchst.
Du musst nur wissen:
Heute darf der Tee ruhig ein bisschen mehr zu sagen haben.