
Vergiss kurz die dünne rote Tasse aus der Schulzeit.
Viel Hibiskus. Ordentlich Säure. Und ohne Zucker irgendwie nur so mittel.
Moderner Früchtetee kann völlig anders.
Mild. Vollmundig. Von Natur aus süß schmeckend. Leuchtend gelb, orange, rosé oder tiefrot. Mit Mango und Maracuja genauso wie mit Bitterorange, Gewürzen oder ungewöhnlichen Kombinationen, die mit klassischem Kinder-Früchtetee nicht mehr viel zu tun haben.
Und das Beste: Einen richtig guten Früchtetee musst du nicht erst mit Zucker retten.
Das entscheidet die Rezeptur.
Klassische Früchtetees enthalten häufig Hibiskus und Hagebutte. Beides kann einem Tee eine kräftige rote Farbe und eine deutlich säuerliche Note geben.
Heute gibt es aber viele Mischungen, die ganz anders aufgebaut sind.
Apfel, Birne, Dattel oder andere Früchte können eine milde, rundere und von Natur aus süß schmeckende Basisschaffen. Hibiskus wird sparsamer eingesetzt oder bleibt komplett draußen.
Das merkst du schon beim ersten Schluck.
Frucht braucht keine Säure, um nach Frucht zu schmecken.
Das ist einer der schönsten Unterschiede zu dem Früchtetee, mit dem viele aufgewachsen sind.
Schau einmal durch unsere Gläser.
Da steht Gold neben Orange, helles Gelb neben Rosé und kräftiges Rot neben fast klarem Aufguss.
Die Farbe verrät oft schon etwas über die Rezeptur.
Ein Tee mit viel Hibiskus sieht anders aus als eine helle Apfel-Mango-Mischung. Zitrusfrüchte bringen wieder einen anderen Charakter mit.
Und spätestens im Glas mit Eis wird daraus etwas, das optisch mit der alten Schultasse wirklich nichts mehr gemeinsam hat.
Früchtetee muss nicht immer nur süß und gefällig sein.
Unser Bitter Orange zeigt ziemlich gut, was in dieser Kategorie inzwischen möglich ist.
Zitrus. Eine erwachsenere Bitternote. Viel Charakter.
Das ist eine Sorte für Menschen, die auch Aperitif-Aromen mögen und im Früchtetee nicht unbedingt die nächste Obstschale suchen.
Genau solche Mischungen machen die Kategorie für uns spannend.
Frucht darf auch Ecken haben.
Es gibt Tees, bei denen die Beratung fast schon erledigt ist, sobald die Dose aufgeht.
Hüttengaudi gehört dazu.
Deckel auf, riechen – und meistens kommt ziemlich schnell ein Lächeln.
Genau daran sieht man aber auch, wie unterschiedlich Früchtetee sein kann. Neben zitrischen und sommerlichen Sorten stehen warme, würzige Mischungen, die eher an Hütte, Winter und eine große Tasse nach einem langen Tag draußen erinnern.
Ein und dieselbe Kategorie.
Völlig andere Stimmung.
Und zwar ziemlich.
Immer mehr unserer Früchtetees landen nicht mehr zuerst im Wasserkocher, sondern direkt im kalten Wasser.
Cold Brew ist unkompliziert: Tee ins kalte Wasser geben, ziehen lassen, abseihen und ins Glas.
Gerade milde, fruchtige Mischungen funktionieren kalt richtig gut. Die Frucht kommt klar heraus, der Tee schmeckt frisch und braucht normalerweise weder Zucker noch Sirup.
Und plötzlich steht im Kühlschrank etwas, das mehr Geschmack als Wasser hat, aber nicht automatisch eine süße Limonade sein muss.
Deshalb verkaufen wir Früchtetee inzwischen längst nicht mehr nur für die Teekanne.
Dann gibt es Hot Brew.
Bereite deinen Früchtetee mit ungefähr der halben Wassermenge kräftiger zu und gieße ihn anschließend direkt über ein Glas voller Eis.
So hast du in wenigen Minuten einen richtig kalten Eistee.
Orange, Zitrone, Minze oder ein paar Früchte dazu, wenn du Lust darauf hast.
Oder einfach pur.
Eiswürfel sind schon Zutat genug.
Gerade die erwachseneren Fruchtsorten sind eine spannende Basis für alkoholfreie Drinks.
Ein kräftiger Cold Brew auf viel Eis, eine Orangenscheibe, vielleicht etwas Tonic oder Mineralwasser – fertig ist ein Drink, der beim Aperitif nicht nach „Ich nehme dann eben etwas Alkoholfreies“ aussieht.
Und natürlich kannst du damit genauso experimentieren wie mit Cocktails.
Nur die Teebasis bleibt.
Die Bar darf heute im Kühlschrank stehen.
Bei klassischem Früchtetee darf das Wasser 100 °C heiß sein.
Und im Gegensatz zu empfindlicherem Grüntee darf er meist auch etwas länger ziehen.
Wie lange genau, hängt von der jeweiligen Mischung ab. Deshalb findest du Dosierung und Ziehzeit immer direkt beim Produkt.
Gerade bei großen Fruchtstücken lohnt es sich, dem Tee genügend Zeit zu geben.
Das Wasser muss schließlich erst einmal hinein. Der Geschmack wieder heraus.
Probier zuerst ohne.
Viele moderne Früchtetees bringen durch ihre Zutaten bereits eine natürlich süß schmeckende Fruchtigkeit mit.
Gerade Mischungen auf Apfel- oder Fruchtbasis brauchen für unseren Geschmack häufig überhaupt keine zusätzliche Süße.
Und kalt gilt das erst recht.
Bevor also Honig, Kandis oder Zucker ins Glas wandern:
Erst trinken. Dann entscheiden.
Vielleicht fehlt nämlich gar nichts.
Hier hilft weniger die Frage nach „Früchtetee“ als nach deinem Geschmack.
Du möchtest mild und süßlich? Dann zeigen wir dir andere Sorten als jemandem, der Zitrus und eine leichte Bitternote sucht.
Du möchtest Cold Brew für den Kühlschrank? Einen Eistee für den Sommer? Etwas Warmes und Würziges? Oder diesen einen Tee, bei dem schon beim Öffnen der Dose alle wissen wollen, was da gerade so gut riecht?
Sag uns das.
Denn eine riesige Auswahl ist nur dann schön, wenn du darin auch deinen Tee findest.
Und Früchtetee hat dabei einen ziemlich großen Vorteil:
Du kannst dich durchprobieren, ohne dich auf eine Jahreszeit festzulegen.