
Wasser. Tee. Kühlschrank. Den Rest erledigt die Zeit.
Cold Brew ist wahrscheinlich die entspannteste Art, Tee zuzubereiten.
Du gibst Teeblätter oder eine Frucht- beziehungsweise Kräutermischung in kaltes Wasser, stellst alles in den Kühlschrank und lässt den Tee dort ziehen.
Kein Wasserkocher. Kein Abkühlen. Kein Warten vor der Kanne.
Ansetzen. Kaltstellen. Leben weiterleben.
Auch kaltes Wasser löst Geschmack und Aromastoffe aus dem Tee – nur deutlich langsamer als heißes.
Und genau das verändert die Tasse.
Gerade bei Grün- und Schwarztee werden Bitter- und Gerbstoffe bei niedriger Temperatur langsamer gelöst. Das Ergebnis schmeckt häufig weicher, milder und weniger herb als ein heiß aufgegossener Tee.
Bei Frucht- und Kräutertees kommen wiederum andere Nuancen nach vorne.
Gleicher Tee. Andere Seite.
Das hängt vom Tee ab.
Manche unserer aromatisierten Grüntees brauchen als Cold Brew gerade einmal 10 bis 15 Minuten.
Andere Tees dürfen eine Stunde oder mehrere Stunden im Kühlschrank bleiben. Einige kannst du ganz entspannt am Abend ansetzen und erst am nächsten Morgen herausnehmen.
Die passende Cold-Brew-Ziehzeit findest du deshalb immer direkt beim jeweiligen Produkt.
Denn kalt bedeutet nicht automatisch über Nacht.
Gerade aromatisierter Grüntee ist für Cold Brew ziemlich genial.
Kalte Teeblätter ins Wasser, kurz ziehen lassen, abseihen – fertig.
Und plötzlich wird aus einer Sorte, die du sonst heiß aus einer kleinen Tasse kennst, ein frischer Drink für ein großes Glas mit Eis.
10 bis 15 Minuten können reichen.
Schneller ist der Weg zum Kühlschrank kaum.
Früchtetee gehört zu den unkompliziertesten Kandidaten für Cold Brew.
Gerade moderne, mildere Mischungen bringen viel Frucht mit, ohne dass du anschließend automatisch nach Zucker greifen musst.
Eine große Karaffe im Kühlschrank funktioniert beim Frühstück genauso wie am Schreibtisch, beim Abendessen oder wenn Gäste kommen.
Und wenn sie leer ist?
Neue ansetzen.
Minze, Verbene, Zitronengras und andere Kräuter bekommen kalt einen völlig anderen Auftritt.
Das macht Kräutertee gerade im Sommer interessant, wenn dir nach einer dampfenden Tasse eher nicht der Sinn steht.
Kalt aufgegossen wird daraus ein unkomplizierter Drink für den ganzen Tag.
Tee muss schließlich nicht heiß sein, um Tee zu bleiben.
Pfirsich. Zitrone.
Die beiden Eistee-Klassiker haben schon vor langer Zeit gezeigt, dass Schwarztee kalt ziemlich gut funktioniert.
Als Cold Brew geht das heute nur deutlich einfacher – und ohne dass daraus automatisch ein süßes Fertiggetränk werden muss.
Einige aromatisierte Schwarztees kannst du etwa eine Stunde oder auch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Am nächsten Morgen wartet dein Eistee bereits auf dich.
Das sind zwei unterschiedliche Zubereitungen.
Beim Cold Brew trifft Tee direkt auf kaltes Wasser und zieht darin.
Beim klassischen Eistee bereitest du den Tee zunächst heiß und konzentrierter zu und gießt ihn anschließend über reichlich Eis.
Beides funktioniert.
Und beides schmeckt anders.
Cold Brew ist weicher. Hot Brew auf Eis oft kräftiger und direkter.
Welche Variante besser ist?
Die, bei der dein Glas zuerst leer ist.
Du brauchst für einen guten Cold Brew weder Sirup noch fünf Sorten Obst im Glas.
Ein paar Eiswürfel reichen vollkommen.
Wenn du Lust hast, kommen Zitrone, Orange, Minze oder ein paar Früchte dazu. Mineralwasser kann daraus einen spritzigeren Drink machen.
Aber der Tee sollte auch alleine funktionieren.
Sonst war es der falsche Tee.
Fruchtig. Kräuterig. Grün. Schwarz. Pur oder aromatisiert.
Nicht jeder Tee braucht dieselbe Ziehzeit – aber überraschend viele funktionieren kalt richtig gut.
Probier ruhig auch einen Tee, den du bisher ausschließlich heiß getrunken hast.
Manchmal verändert kaltes Wasser eine bekannte Sorte so sehr, dass du sie ein zweites Mal kennenlernst.
Abends Tee in den Kühlschrank stellen. Morgens ziemlich gute Entscheidung treffen.
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